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Shopware: im Ecommerce durchstarten mit dem Update auf Version 6

Shopware: im Ecommerce durchstarten mit dem Update auf Version 6
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Vom Shopsystem auf Modul-Basis hin zum plattformübergreifenden Ecommerce-System

Wer sich im Ecommerce bewegt und vor der Entscheidung steht, mit welchem Shopsystem er starten will, hat eine große Auswahl mit entsprechend vielen Möglichkeiten und den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Über 3500 vorhandene Plugin deuten auf eine aktive Entwicklergemeinschaft hin. Meistens ergeben sich bestimmte Anforderungen erst im laufenden Betrieb, bei der Weiterentwicklung der eigenen Ecommerce-Strategie usw.
Auf Open-Source-Basis erstellte Shopsysteme, die auch noch aus Deutschland kommen, findet man allerdings nur wenige (Magento kommt beispielsweise aus Amerika).
Shopware ist hier einer der großen Player, wenn nicht der Play überhaupt. Seit 2004 wird Shopware entwickelt und war bis Version 5 auf einen Onlineshop mit CMS-Funktionalitäten ausgerichtet. Die im Mai 2019 erstmal vorgestellte Version 6 als Pre-Release-Version verfolgt hier einen ganz neuen Ansatz: API-First und Headless Commerce.
Dabei wurde das Grundsystem von Shopware komplett von Grund auf neu gecodet, was nicht nur ein Update von Version 5 auf Version 6 notwendig macht, sondern eine umfangreichere Migration.

Was ist Headless Commerce?

Aber zuerst zum Begriff Headless Commerce. Was ist das, was macht es so besonders?

Shop- und CMS-Architektur vs. Headless Commerce

Im Gegensatz zu klassischen Shopsystemen und CMS (Content Management Systemen), bei denen die Ausgabemöglichkeiten vorgegeben sind (Ausgabe als Desktop-Version, mobile Version) mit der entsprechenden Ausgabe werden in Zukunft viele weitere, teilweise noch gänzlich unbekannte Ausgabemöglichkeiten notwendig sein. Zum Beispiel für Wearables, Augmented Reality usw.
Eine Headless Commerce-Lösung löst Frontend und Backend auf und bietet mit einer intelligenten API eine flexible Integration in neue Strukturen. Damit werden Innovationen möglich und somit die Weichen für die Zukunft gestellt mit diesem Update auf Shopware 6.

Vorteile von Headless Commerce

> Unabhängigkeit: Inhalte sind unabhängig von ihrer späteren Verwendung und Veröffentlichung unabhängig, da Sie über jeden Kanal ausgespielt werden können.
> Flexibilität: über sogenannte Frontend-Frameworks können Inhalte passgenau und optimiert dargestellt werden, ein Garant für beste Usability.
> Geschwindigkeit: innovative Devices mit neuen Ausgabeformen können mit verhältnismäßig wenig Aufwand integriert werden, ohne dass das gesamte System neu aufgebaut werden muss.

Shopware 6 Update: Vorteile und Nachteile

Aber nun zu den konkreten Updateinfos zu Shopware 6 und den Vorteilen. In diesem Beitrag über Shopware 6 sind alle Infos darüber zu finden:
> Sollte man jetzt direkt auf Shopware 6 updaten? Prinzipiell ja mit dem Stable Release, denn hierbei sind die wichtigsten Bugs behoben und ein stabiler Betrieb möglich
> Sie sollten dies jedoch auch von ihrem Budget abhängig machen und bzgl. der in Version 5 genutzten Plugins abhängig machen: Denn es stehen nicht alle Plugins von Anfang an in der Version 6 zur Verfügung.
> Sie haben kurzfristig erstmal keinen Nachteil mit Shopware 5, da noch ganze fünf Jahre lang der Support dafür laufen wird.
> Zulange Warten macht jedoch auch keinen Sinn, da Sie natürlich viele Vorteile mit Shopware 6 genießen können:

Modernes Backend

Neu und übersichtlicher gestaltet von der Navigation, die ein wenig an das Menü von WordPress erinnert, profitiert man bei Shopware 6 mit einer einfacheren Navigation.

Neues Feature Verkaufskanäle

Verkaufskanäle krempeln ab sofort die bisher relativ starre Struktur Hauptshop – Subshop – Sprachenvariante um: man ist hier mit dem headless commerce-Ansatz nun flexibler, da nun gezielt Kundengruppen angesprochen werden können, falls gewünscht in einer speziellen Sprache.

Verbesserte Administration von Varianten-Artikeln

Erzeugte Varianten sind später bearbeitbare Produkte und man hat nun mehr Übersicht, weil die Erstellung in einem Schritt für Schritt Prozess passiert, in dem alle möglichen Einstellmöglichkeiten abgefragt werden.

Erlebniswelten als Shop-Landingpages

Musste man bisher in vielen Fällen eine Kombination aus Shop und CMS nutzen, um eine Aktionsseite oder allgemeine Landingpage mit entsprechenden Shopprodukten zu erstellen, so ist dies nun umfassend in dem Feature „Erlebniswelten“ umgesetzt. Natürlich gab es die Erlebniswelten auch schon in der Version 5, aber diese wurden nun um Blöcke (also eine Art Typ-Vorlagen) erweitert, ähnlich wie man dies bei WordPress in verschiedenen Themes kennt. Ergänzt wird das Ganze um die Drag- und Drop-Funktionalität, um das Design und die Platzierung der Objete anzupassen.
Als Shopbetreiber benötige ich somit weniger Programmierleistung im laufenden Betrieb und ich kann mich voll um mein Ecommerce Business kümmern.

Rule Builder für individuelle Kauferlebnisse

Zum Beispiel können damit Kunden aus bestimmten Verkaufskanälen individuelle Rabatte bekommen: bei Instagram gepostete Produkte werden mit 20% Rabatt über diesen Kanal rabattiert oder Premiumkunden mit einem bestimmten Umsatz bekommen individuelle Vorteile wie kostenfreie Lieferung o.ä. ausgespielt.
Sehr vielfältig und für passionierte Onlinemarketer und Verkäufer genau das richtige Werkzeug, um im täglichen Konkurrenzkampf die Nase vorn zu haben.

Testmöglichkeit: der Shopware Playground

Mit diesem Tool auf der Shopware-Seite kann man das Backend ausgiebig testen. Gerade für bestehende Shopware 5 Nutzer ist dies ein super Feature, um vorab wirklich die für den eigenen Shop benötigten Funktionalitäten vergleichen zu können und sich dort einarbeiten und testen zu können, ohne „blind“ eine Migration durchführen zu müssen.

Shopware Literatur

Die Wahl eines bestimmten Ecommerce-Shopsystems ist eine langfristige Sache, die man nicht unbedacht angehen sollte. Wenn Sie ein größeres Team haben, sei es Verkauf und Vertrieb, Support, Marketing und IT: kommunizieren Sie frühzeitig die anstehende Veränderung und nehmen Sie alle relevanten Entscheider und Mitarbeiter frühzeitig mit ins Boot. So erreichen Sie, dass im besten Fall alle an einem Strang ziehen und darauf brennen, das neue System einzuführen und mitzuentwickeln. Das ist natürlich unabhängig davon, ob Sie Shopware bereits nutzen und ein Update auf Shopware 6 ansteht, oder ob Sie generell in das Shopware Universum einsteigen wollen. Daher bietet es sich an, die Leute mit entsprechender Shopware Fachliteratur zu versorgen, damit diese die Anforderungen und die Möglichkeiten abgleichen und verifizieren können. Neben den IT-Leuten, die sich darum kümmern müssen, dass der Shop rund läuft und alle notwendigen Funktionalitäten integriert sind, sind hier noch die Onlinemarketer zu nennen, die sich um die SEO-Aspekte mit Shopware auseinandersetzen sollten. Erfreulicherweise gibt es dazu gute Shopware Bücher mit viel Hintergrundwissen genauso wie auch diverse Blogs und Onlinepublikationen.

Unser Fazit: Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, mit welchem Shopsystem Sie Ihr Ecommerce-Business in Zukunft betreiben, sollte Shopware auf jeden Fall eine von verschiedenen Auswahlmöglichkeiten sein. Es lohnt sich, sich damit intensiver auseinanderzusetzen.

Hat Ihnen unser Artikel gefallen? Gibt es Aspekte, die Ihrer Meinung nach zu diesem Thema Shopware 6 Update noch fehlen? Kommentieren Sie gerne und teilen Sie den Artikel. Vielen Dank!

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