Ob Lederalternativen aus Kakteen, Ananas oder das sogenannte Pilzleder: Seit einiger Zeit nehmen die Bedenken der Verbraucher in ethischer und ökologischer Hinsicht immer stärker zu, wenn es um den Kauf von Macbook Hüllen aus Leder oder traditionellem Leder geht. Dies zeigt sich beispielsweise an der starken Zunahme der Suchanfragen zu veganem Leder.
Heute befinden sich viele der veganen Lederalternativen jedoch noch in den Kinderschuhen, sodass sie nur sehr selten in nachhaltiger Ausfertigung zu finden sind. Dennoch forschen auch die großen Luxusmarken immer häufiger nach Möglichkeiten, die Produktion von traditionellem Leder nachhaltiger zu gestalten.
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Mulberry als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit
Die Marke Mulberry zeigt sich in diesem Zusammenhang beispielsweise als echter Vorreiter. Vor Kurzem ist das Unternehmen im Rahmen seines „Made to Last“-Versprechens die Verpflichtung eingegangen, eine Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 zu etablieren.
Unter anderem wird von der beliebten Modemarke dabei auf eine ausschließlich lokal agierende Lieferkette gesetzt, die sämtliche Schritte umfasst – von der Farm bis hin zum finalen Endprodukt. Im Fokus stehen dabei vor allem regenerative Techniken aus dem Bereich der Landwirtschaft, wie etwa die Speicherung von mehr Kohlenstoff oder die Rotationsweide, welche dazu dient, die Gesundheit des Bodens langfristig sicherzustellen.
Diese Bestrebungen für eine höhere Nachhaltigkeit wird vor allem darin begründet, dass dies von den Kunden der Marke heutzutage erwartet wird. Mulberry arbeitet so etwa bei seiner Lieferkette aus Gründen der Rückverfolgbarkeit und der Transparenz ausschließlich mit vertrauenswürdigen, europäischen Lieferanten zusammen. Darunter ist auch einer der größten Lederproduzenten aus Großbritannien, welcher Netto-Null-CO2-Emissionen mit seinen grasgefütterten Milchvieh- und Rinderbetrieben verbraucht.
Leder – So fällt der ökologische Fußabdruck aus
Mittlerweile sind sich die meisten Verbraucher darüber im Klaren, dass ein überaus großer ökologischer Fußabdruck mit der Haltung von Rindern einhergeht. Weltweit lassen sich so ganze 14,5 Prozent der gesamten CO2-Emissionen auf die Branche zurückführen, sowie in den Jahren 2001 bis 2015 auch 36 Prozent der Entwaldung der Erde.
In vielen Fällen wird von Leder als Nebenprodukt gesprochen, welches ohnehin in der Fleischindustrie anfällt. Allerdings handelt es sich bei dem Material vielmehr um eine wichtige Basis eines kalkulierten Geschäftsmodelles. Die Landwirte verkaufen so mit ihrem Leder keinesfalls Abfall.
Die weitreichende Bedeutung von nachhaltigem Leder
Die Marke Mulberry hat also bereits bewusst den Schritt in Richtung der Unterstützung einer regenerativen Landwirtschaft unternommen, um seinen CO2-Fußabdruck zukünftig maßgeblich zu verkleinern. Unter Experten besteht allerdings noch keine Sicherheit, welche Auswirkungen dieses Handeln auf den überaus umfassenden Markt des Luxusleders haben wird. Allerdings zeigt sich das Unternehmen als sehr groß, was durchaus einen Wettbewerbsvorteil bedeuten kann.
Im Übrigen besteht im Zusammenhang mit der Lederproduktion nicht nur ein Problem in den verursachten CO2-Emissionen, sondern ebenfalls in dem damit verbunden Gerbprozess. Im Zuge von diesem findet die Verarbeitung von Kuhhaut zu Leder statt. Es kommt bei dem Gerbprozess jedoch zu dem Einsatz von überaus aggressiven und schädlichen Chemikalien, wie beispielsweise Chrom. Die Umwelt wird dadurch mit großen Mengen von giftigen Abfällen belastet.
Die Gerbereien, welche mit dem Lederlieferanten von Mulberry zusammenarbeiten, weisen jedoch alle eine Umweltakkreditierung auf. Daneben finden sich jedoch erfreulicherweise auch generell immer mehr Gerbereien, welche den Einsatz von Chemikalien im Zuge des Prozesses so weit wie möglich reduzieren und vermehrt auf pflanzliche und natürliche Gerbverfahren setzen.
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