HomeeCommerce-Produkte

Soziale Netzwerke begünstigen Rückzug aus Medien

Soziale Netzwerke begünstigen Rückzug aus Medien
Like Tweet Pin it Share Share Email

Unerfüllte Erwartungen, hohe Anforderungen und negative Reaktionen führen zum Rückzug von sozialen Medien, gerade bei prominenten Menschen wie Alice Hasters und Natascha Strobl. Wird das immer mehr zum Trend in der heutigen Zeit?

Was sind Soziale Medien?

Bei Sozialen Medien handelt es sich um Plattformen, bei denen die Verknüpfung ihrer Nutzer im Vordergrund steht. Kommunikation und Informationsaustausch wird angestrebt. Oft ist auf solchen Plattformen auch ein Messenger integriert. Zu den weltweit bekanntesten gehören Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp, Xing, Pinterest, Snapchat, YouTube, Google+ und LinkedIn.

Social Media scheint uns einen Einblick in das Leben Anderer zu ermöglichen. Ob enge Verwandte, gute Freunde oder weltbekannte Promis, wie der portugiesische Fußballspieler Cristiano Ronaldo, der sich hauptsächlich beim Sport machen inszeniert und gelegentlich auch seine Familie mit einbindet, oder die amerikanisch-taiwanische Pokerspielerin Maria Ho, die nicht nur professionelle Finaltisch-Fotos postet, sondern ständig Stories über ihre privaten Weltreisen hochlädt. Social Media Nutzer scheinen uns dadurch einen Blick hinter die Kulissen werfen und uns an ihrem Leben teilhaben zu lassen.

Doch mittlerweile weiß man, dass die Welt, die auf Sozialen Netzwerken gezeigt wird nichts anderes als eine plumpe Scheinwelt ist, in der alles gezielt perfekt in Szene gesetzt wird und frei von Fehlern oder Unschönheiten ist.

Warum fiel der Endschluss zum Austreten?

Covid 19

Bei der Suche nach diesen Persönlichkeiten auf Twitter erscheint die Meldung, dass diese Accounts nicht mehr existieren. Bis März zeigten sich die Accounts der Politikwissenschaftlerin und Autorin mit hohen Follower Zahlen. Beide setzten sich zuvor für gesellschaftliche- und politische Themen im Netz ein. Sie sorgten für Einfluss und Reichweite, diese wurden aber überschattet durch viel Negativität.

Ein Shitstorm voller Anfeindungen führte zu dieser Entscheidung. Äußerungen zu sensiblen Themen wie Rassismus waren der Auslöser dafür. Diese wurden von der Presse anders interpretiert und somit kam es auch zu Konflikten untereinander. Die beiden Frauen wurden auf der Plattform hart angegangen was dazu führte, dass sie diese verließen. Sie sind nicht die Einzigen, die mit Sozialen Netzwerken abgeschlossen haben, denn in den letzten 3 Jahren löschten viele Menschen mit Reichweite ihre Accounts. Gründe dafür sind die provozierende Diskussionskultur und das Ungleichgewicht.

Umfragen im Jahr 2020 zeigten deutschlandweit, dass 36% der Befragten bereit dazu wären, ihren Facebook-Account, 27% ihren Twitter-Account und 22% ihren Instagram-Account zu löschen. Bei der Umfrage in den USA zeigten sich ähnliche Ergebnisse. Gerade bei Twitter und Instagram wissen User zu gut, wie sich Informationen, Meinungen, Emojis und Hasskommentare auf die Community auswirken.

Starke Meinungen und Überzeugungen können zu Hass und Verachtung führen, was oft persönlich genommen wird.

Warum hat Social Media auch viele gute Aspekte?

In der Gesellschaft geht es darum, wahrgenommen zu werden, eine Stimme zu haben und zu einer Gruppe dazuzugehören. Wie die Psychologie oft betont, ist der Mensch ein soziales Wesen. Im Netz finden sich Menschen mit ähnlichen Interessen und Meinungen, mit denen man schneller interagieren kann als mit Menschen im Alltag. Man kann sich ausprobieren, neue Facetten entdecken und ist oft mutiger im Vergleich zu Face-to-Face Interaktionen, was einen großen Mehrwert bietet. Wissens- und Meinungsverbreitung wird gefördert dient aber auch als Werbungszweck für Unternehmen, um mehr Bekanntheit zu erzielen.

Es gibt verschiedene Arten von Social Media Marketing, die eingesetzt werden können, um Menschen zu erreichen, wie die Verbreitung von Content, Förderung der Kundenbindung, Imagepflege, Informationsaustausch, Verkauf, Support etc.

Was sollten wir beim Interagieren berücksichtigen?

Gerade bei diesem Schwarz-Weiß-Denken im Netz ist es schwierig die Mitte zu finden. Falls man auf unangemessene Kommentare stößt, sollte man am besten nicht auf diese eingehen, denn diese führen erst recht zum Konflikt. Jeder besitzt verschiedene Meinungen und Ansichten und in manchen Situationen ist es das Beste, diese für sich zu behalten. Was auch auffällt ist, dass einfach drauflosgeschrieben wird, ohne die Überlegung, wie es sich auf andere auswirkt. Oft sind Emotionen und Erlebnisse damit verbunden von denen der Mensch geprägt ist. Deshalb kann es von Vorteil sein, zweimal zu Überlegen wie man etwas formuliert.

Was könnte ein Lösungsansatz sein?

Die Sozialen Netzwerke sollten strengere Maßnahmen gegen Hatespeech und unangebrachte, angreifende Äußerungen einführen, d. h. nicht nur blockieren und löschen, sondern auch an die zuständigen Behörden melden und mit Konsequenzen rechnen. Eine Strafverfolgung sollte auch angestrebt werden. Leider erfordern diese Schritte Zeit und müssen auch rechtlich abgeklärt werden. Die Zukunft bleibt ungewiss, eins ist aber klar: So kann es auf Dauer nicht weitergehen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Comments (0)

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen