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Steigende Privatinsolvenzen in Deutschland erwartet

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Noch zu Beginn der Pandemie und nach den Beschlüssen der ersten rabiaten Beschränkungen gingen nicht wenige von einer gigantischen Pleitewelle in absehbarer Zeit aus. Nun, zwei Jahre nach Beginn der Pandemie, lassen sich die ersten Resümees ziehen. Fakt ist, dass bis dato die schlimmsten Befürchtungen nicht beziehungsweise noch nicht eingetroffen sind. Staatliche Hilfen konnten somit den Großteil der Unternehmen vor einer Insolvenz bewahren. Nichtsdestotrotz gehen viele Wirtschaftsexperten davon aus, dass es sich hierbei lediglich um die Ruhe vor dem Sturm handele, da immer noch viele Unternehmer um ihre Existenz bangen.

Bild: Viele sind von der privat Insolvenz betroffen. Bildquelle: Pexels via pixabay.com

Anstieg von Privatinsolvenzen zu verzeichnen

Laut den Statistiken kam es im Jahr 2021 zu einem massiven Anstieg an Privatinsolvenzen (Erklärung). Dabei sind die Zahlen jedoch mit Vorsicht zu genießen, da die Bundesregierung aufgrund der Pandemie die Pflicht zum Antrag einer Insolvenz bei Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt hatte. Erst am dem 1.Mai 2021 hat die Insolvenzantragspflicht wieder seine komplette Gültigkeit erhalten. Somit konnte damit gerechnet werden, dass es im Jahr 2021 zu einem Anstieg der Insolvenzen kommt. Im Jahr 2020 wurden insgesamt lediglich 56.324 Privatinsolvenzen gemeldet. Zum Vorjahr war dies ein Rückgang von 30.514. Im ersten Halbjahr 2021 wurden bereits 57.992 Privatinsolvenzen gemeldet, was somit bereits zu dem Zeitpunkt mehr waren als im gesamten Jahr zuvor. Zudem ist bekannt, dass viele Schuldner- sowie Insolvenzberater in diesem Jahr einen enormen Anstieg an Nachfragen von Hilfesuchenden verzeichnen.

Welle an Firmenpleiten bisher noch ausgeblieben

Auch im Bereich der Unternehmensinsolvenzen sind steigende Zahlen zu erwarten. Bis Oktober 2021 wurden deutschlandweit 11.738 Insolvenzen bei Unternehmen gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr kam es hierbei sogar zu einem Rückgang von 2,7 Prozent, was aber aufgrund der zeitweise ausgesetzten Pflicht der Antragstellung und der staatlichen Unterstützungen nicht in Gänze zu vergleichen ist. Trotz alledem sind viele Unternehmen aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen gehörig in Schieflage geraten. Laut einer Umfrage seitens des Ifo-Instituts aus dem letzten Monat, sehen sich aktuell 14 Prozent der Unternehmen akut gefährdet. Vor allem im Bereich der Unterhaltungsgastronomie und der Touristik sieht man die Zukunft eher schwarz. Anhand der Meinungsbilder und der damit verbundenen Prognosen ist ein kommender Anstieg der generellen Insolvenzzahlen in den nächsten Monaten oder Jahren sehr wahrscheinlich. Für das letzte Jahr gibt es bereits eine Schätzung seitens Creditreform, die auf 14.300 Unternehmensinsolvenzen hinausläuft.

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