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User unentschieden über Sinn von Online-Merkzetteln

User unentschieden über Sinn von Online-Merkzetteln
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Die Gestaltung eines Webshops ist erwiesenermaßen alles andere als unerheblich für die Verkaufszahlen der jeweiligen Plattform. Das reicht von der grafischen Gestaltung des visuellen Gesamtbildes, einer logischen Menüführung und intuitiven Navigation bis hin zu den diversen Funktionen, die der Online-Shopper bei seinem Besuch im Webshop für ein angenehmes Einkaufserlebnis vorfinden möchte. Diverse Analysen belegen, dass bis zu 99 Prozent der Erstbesucher von Online-Shops ihren Einkauf abbrechen. Das ist ein fataler Wert.

Völlig zu Recht beschäftigen sich also zahlreiche Experten mit Fragen rund um die Optimierung von Webshops und Online-Marktplätzen. Unbestritten scheint zu sein, dass Benutzerfreundlichkeit ein entscheidendes Kriterium dafür ist, ob ein Besucher zum Käufer wird, oder der virtuellen Ladentheke unverrichteter Dinge den Rücken kehrt. Benutzerfreundlichkeit ist allerdings ein umfassender Begriff, hinter dem sich zahlreiche Einzelfaktoren verbergen. Jeder, der einmal einen entsprechenden Online-Shop besucht hat, wird zustimmen, dass zum Beispiel lange Ladezeiten oder eine unübersichtliche Navigation sehr schnell zu Verdruss und Fluchtverhalten führen.

Doch es gibt auch Shop-Komponenten, bei denen es weniger klar ist, ob die User diese nun wünschen und als nützlich erachten oder nicht. Eine dieser Funktionen ist der so genannte Online-Merkzettel. Die Experten von eResult haben im Rahmen ihrer Untersuchung „Imagery V“ unter anderem untersucht, welche Bedeutung Online-Käufer dem digitalen Merkzettel beimessen.

Katja Brand-Sassen, Studienleiterin bei eResult, formuliert die Erkenntnisse der Analyse wie folgt:

„Auch wenn die Verbreitung von Merkzetteln mittlerweile recht hoch ist, handelt es sich für die Nutzer nicht um einen notwendigen Service. Stattdessen lassen sich Nutzer mit dem Angebot eines Merkzettels begeistern. Dies bedeutet, wird er nicht angeboten, dann führt dies nicht zu Unzufriedenheit bei den Nutzern. Gibt es diesen Service in einem Online-Shop, dann kann damit die Zufriedenheit der Nutzer gesteigert werden.“

Mit anderen, neudeutschen Worten: Der Merkzettel ist kein „must“, sondern „nice to have“. Falls ein Merkzettel angeboten wird, dann erwartet der überwiegende Teil der User übrigens, so eine weitere Erkenntnis der Untersuchung, dass dieser oben rechts im Webshop zu finden ist. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Positionierungspräferenz dadurch entstanden ist, dass sie der bei Branchenriesen wie amazon oder ebay entspricht. Der Online-Shopper ist möglicherweise eben auch nur ein Gewohnheitstier.

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