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Verpackungslizenz und Kalkulation

Verpackungslizenz und Kalkulation
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Bei der Preiskalkulation ihrer Produkte müssen Unternehmer auch die Verpackungslizenzierung berücksichtigen. Werden Waren an Kunden versandt, unterliegen sämtliche Verpackungen laut VerpackG einer Systembeteiligungspflicht. Das betrifft alle Produkte, die nach Kauf und Gebrauch beim Endverbraucher landen und dort lediglich als Abfall verbleiben. Wie die Kalkulation der Verpackungslizenzierung erfolgt und was dabei zu beachten ist, erfahren findige Unternehmer hier.

Diese Produkte unterliegen der Verpackungslizenzierung

Seit dem 1. Januar 2019 gibt es für Betreiber von Onlineshops, Hersteller und Co. neue Regelungen durch das Verpackungsgesetz, welches die Verpackungsverordnung abgelöst hat. Fortan müssen alle genutzten Materialien am dualen System beteiligt werden, welche als möglicher Abfall bei den Verbrauchern ankommen. Mit der Gesetzesanpassung soll die Recyclingquote für sämtliche Verpackungsmaterialien erhöht werden.

Welche Verpackungsmaterialien sind von der Regelung betroffen?

Die Verpackungslizenz gilt für verschiedene Verpackungstypen:

  • Karton, Pappe sowie Papier
  • Kunststoffmaterialien
  • Glas
  • Aluminium
  • Eisenmetalle
  • Getränkekartonverpackungen
  • sonstige Materialien (beispielsweise Kisten aus Holz, Stoff- oder Jutebeutel usw.)
  • sonstige Umverpackungen (u. a. Luft Polsterfolie, Vakuumverpackungen)

Unternehmen wie Zentek (mit dem Onlineshop zmart) bieten als duales System zuverlässige Lösungen, wenn es um Einhaltung der Lizenzierungspflicht gemäß Verpackungsgesetz geht. Das ist durchaus auch für E-Commerce Kunden wichtig, denn eine Verwertung und Entsorgung in Eigenregie dürfte für die meisten Geschäftsmodelle keine Option sein.

So kalkulieren E-Commerce-Kunden künftig

Wie Statistiken des Handelsverbands Deutschland zeigen, gewinnt E-Commerce immer mehr an Bedeutung. 2019 betrug der Umsatz mehr als 57,8 Milliarden Euro. 2018 waren es laut Branchenangaben nur 53,3 Milliarden Euro. Der positive Wachstumstrend setzt sich auch weiter fort und wird laut Branchenexperten deutlich zunehmen.

Für Onlineshop-Betreiber bedeutet das: smarte Versandlösungen unter Berücksichtigung der Kosten und Vorgaben des VerpackG eruieren. Die Verantwortlichkeit zur Einhaltung der Lizenzierungsvorgaben für Versand- und Produktverpackung ist abhängig von der Business-Rolle. Wer ausschließlich als Zwischenhändler auftritt, muss die Lizenzierungspflicht für zusätzliche Versandmaterialien einhalten, die er in Verkehr bringt. Ansonsten obliegt die grundlegende Lizenzierungspflicht immer dem Unternehmen, dass die Verpackungsmaterialen als erstes in Verkehr bringt.

Das müssen Verkäufer bei Marketplace-Angeboten beachten

Das VerpackG umfasst auch Angebote auf den verschiedenen digitalen Marktplätzen, wie:

  • Amazon
  • eBay
  • Etsy

Die Verantwortlichkeit zur Bereitstellung und dem Nachweis lizenzierter Verpackungen hängt von der Versandregelung ab. Wer als Händler selbst Ware an seine Endverbraucher schickt, hat eine Beteiligungspflicht für das Verpackungsmaterial.

Fullfillment und die Lizenzierung der Verpackungsmaterialien

Immer häufiger kommen sogenannte Fulfillment-Serviceleistungen zum Einsatz. Zwar bieten Händler ihre Ware auf dem Markt an, verschicken sie jedoch nicht in Eigenregie an Endverbraucher. Dies übernimmt stattdessen ein Fulfillment-Service. Auch hier gibt es durch das VerpackG eine klare Regelung: Der Marktplatz ist in der Beteiligungspflicht für Versandverpackungen.

Eine andere Regelung betrifft in diesem Fall die Produktverpackungen. Wer die Ware als Händler selbst befüllt und die Versandabwicklung durch Servicedienstleister durchführen lässt, muss sich ebenfalls beteiligen. Reichen Händler die Ware hingegen nur weiter, müssen sie sich nicht beteiligen, sofern nachweislich die Erstinverkehrbringer die Verpackungen lizenziert haben.

Wie können Händler VerpackG-konform agieren?

Wer sich nicht an die Vorgaben des Verpackungsgesetzes hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Abhängig von dem Tatbestand, kann es Geldbußen bis 200.000 Euro geben. Bei schweren oder wiederholten Verstößen kann sogar das Vertriebsverbot von Waren auferlegt werden. Damit Händlern dies nicht droht, sollten sie sich fachkompetente Unterstützung suchen. Das Vorgehen dabei ist ganz einfach:

  • Lizenzierung der geschätzten jährlichen Verpackungsmenge, die in den Umlauf gebracht wird und damit die Beteiligung an einem dualen System (Pauschalen beginnen ab ca. 49 Euro/jährlich)
  • , beispielsweise Zentek (und den dazugehörigen Online-Shop „zmart“)
  • Registrierung bei LUCID und darüber auch bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR)
  • dort wird die vorab beteiligte Verpackungsmenge angegeben und das duale System benannt (in diesem Fall beispielsweise Zentek)
  • im dualen System wird die Registrierungsnummer, welche bei der ZSVR zugeteilt wurde, angegeben

 

Nach der initialen Meldung gibt es zum Beginn des Jahres einen IST-Abgleich. Kunden melden die tatsächlichen Zahlen für die im Umlauf befindlichen Verpackungsmengen und bestätigen diese Angaben noch einmal bei:

  • dem dualen System
  • der ZSVR

Ist die Menge höher als die ursprünglich Gemeldete, muss eine Nachzahlung erfolgen. Ist die Menge geringer, wird der Betrag (abhängig von der Vertragsgestaltung mit dem dualen System) erstattet oder für künftige Transaktionen gutgeschrieben.

Pixabay.com © anncapictures CCO Public Domain
Für mehr Umweltschutz zahlen Händler für Verpackungen eine Lizenzgebühr. Erhoben wird sie auf Glas, Karton und andere Verpackungen – abhängig von der Menge.

Ausnahmen bei der Datenmeldung

Wichtig bei der Meldung der Verpackungsmenge: Sie darf niemals durch Drittparteien erfolgen, sondern muss stets vom Hersteller selbst bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister vorgenommen werden. Nach der ersten Sofortmeldung unmittelbar nach der Lizenzierung erfolgt die IST-Meldung am Beginn des Folgejahres.

Für einige Unternehmen gelten allerdings Sonderregeln. Sie müssen zusätzliche Angaben leisten: die testierte Vollständigkeitserklärung. Erfordernis dazu besteht, wenn bestimmte Verpackungsmengen erzielt werden:

  • ab 80.000 kg bei Glas
  • ab 50.000 kg bei Karton, Pappe sowie Papier
  • ab 30.000 kg: übrige Materialien

Auch, wenn ein Unternehmen diese Zahlen (noch) nicht erreicht, hat die ZSVR das Recht, die Vollständigkeitserklärung einzufordern.

Kalkulation der Verpackungslizenzierung

Abhängig vom gewählten dualen System, können Kunden ihre Kosten für das jeweilige Lizenzierungsjahr kalkulieren. Dafür stehen Online-Rechner oder fachkompetente Kundenberater der Anbieter zur Verfügung. Der Online-Shop zmart macht es beispielsweise äußerst einfach und hat auf der Website einen smarten Online-Kalkulator. Zur präzisen Ermittlung des Entgeltes gehen Kunden wie folgt vor:

  • Lizenzierungsjahr auswählen
  • gewünschtes Verpackungsmaterial suchen
  • prognostizierte Menge einstellen
  • kalkulatorischen Betrag einsehen und bequem online zahlen
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