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Wann ist mobile shopping wirklich mobile?

Wann ist mobile shopping wirklich mobile?
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Mobile shopping ist seit einigen Jahren im E-Commerce in aller Munde und der Anteil der Online-Einkäufe über ein mobiles Endgerät wächst auch kontinuierlich. Diese Entwicklung vollzieht sich im Gleichschritt mit dem Siegeszug des Smartphones. Diese Geräte werden immer leistungsfähiger, bieten tolle Displays und sind neben vielen anderen nützlichen Funktionen auch der digitale Warenkatalog in der (Hand-) Tasche der Online-Shopper. Die noch vor einigen Jahren schwer angesagten Tablets erleben hingegen eher schwierige Zeiten. Smartphones werden aktuell neunmal häufiger verwendet als Tablets.

Zahllose Studien belegen den besagten Anstieg des Anteils der mobil eingekauften Güter und Dienstleistungen im Internet. Es ist ja bekanntlich recht einfach festzustellen, ob sich ein Käufer mit einem Smartphone, einem Tablet, einem Laptop oder einem Desk-Top-PC in einem Online-Shop anmeldet. Doch ist jeder Einkauf über ein Smartphone oder ein Tablet auch ein wirklich mobil getätigter Einkauf im klassischen Sinne?

Einkäufe über mobile Endgeräte sind nicht zwingend mobil

Wenn wir den Begriff „mobile shopping“ hören, dann haben wir den User vor unserem geistigen Auge, der spontan aus dem Gespräch mit Freunden in der Kneipe, vielleicht aus Langeweile während einer langen Zugfahrt oder inspiriert von einer attraktiven Outdoor-Werbung quasi aus der Hüfte mit seinem Smartphone online einkauft. Doch das stimmt so nicht ganz. Die Smartphonenutzung steigt nämlich zum Beispiel parallel zur TV-Nutzung in den Abendstunden stark an. 11 Prozent der Nutzung findet in der klassischen Prime-Time von 20-21 Uhr statt. Und wo ist der User dann? Richtig – er ist zu Hause.

Mobile shopping ist oft Couch-Shopping mit mobilem Endgerät

Es ist also ziemlich offensichtlich, dass mobile shopping zu beachtlichen Anteilen eigentlich home shopping von der Wohnzimmercouch ist – nur eben über ein mobiles Endgerät. Meist ist dieses Endgerät ein Smartphone. Da scheint der Plan der Werbestrategen aufzugehen, Interessenten mit TV-Werbung, die im E-Commerce ja signifikant zugenommen hat, während des abendlichen Fernsehschauens in die Shops zu locken. Ob dies dann als mobile shopping zu werten ist, sei einmal dahingestellt. Die Shop-Besuche und gegebenenfalls auch Online-Einkäufe finden zumindest über ein mobiles Endgerät statt. Warum? Weil es bequem ist. Wer springt schon nach einem animierenden TV-Spot von der Couch ins häusliche Arbeitszimmer, fährt den PC hoch und schaut sich dann mal im betreffenden Shop um? Niemand.

Bandbreite entscheidet

Die allermeisten konkurrenzfähigen Online-Shops sind mittlerweile mobil optimiert. Das ist gut so, lobenswert und heute nicht mehr das Problem. Der limitierende Faktor beim wirklich mobilen Online-Einkaufen von unterwegs ist die verfügbare Bandbreite. Zu Hause surfen die quasi-mobilen Online-Shopper mit ihrem Smartphone, Tablet oder auch Laptop im stabilen und leistungsfähigen heimischen WLAN. Ich komme jetzt aber zurück auf die langweilige Zugfahrt: Da sieht es schon deutlich anders aus. Abbrechende, instabile Internetverbindungen vermiesen dort – zumindest noch; die Deutsche Bahn gelobt ja seit geraumer Zeit Besserung – selbst dem kaufwilligsten Kunden das mobile Einkaufserlebnis. Das Gleiche gilt für die Kneipe. Dort gibt es zwar meist wiederum ein offenes WLAN, dieses ist jedoch oft in Punkto Sicherheit bedenklich. Wer gibt dort schon gerne seine Kontodaten ein, wenn ein gewiefter Thekennachbar diese problemlos mitlesen könnte?

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