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Was laut maschinellem Lernen Menschen in einer Beziehung glücklich macht

Was laut maschinellem Lernen Menschen in einer Beziehung glücklich macht
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Was macht eine glückliche Beziehung aus? Ist es die neu aufgeflammte Leidenschaft, welche man durch die Einnahme von Viagra und der Verhinderung von Erektionsstörungen erreichen kann? Ist es gemeinsam verbrachte Zeit, an die man sich immer wieder positiv zurückerinnern kann? Oder ist es doch ein gemeinsames Ziel, auf das man mit vereinten Kräften zusammen hinarbeitet? Vielleicht sind es aber auch teure Geschenke, welche die Wertschätzung füreinander ausdrücken? Diese übergeordnete Frage war bereits häufig in der Geschichte der Menschheit der Stoff, der besondere Geschichten und Dramen befeuert hat – man denke nur an Romeo und Julia. Aber was zunächst nach einer Frage klingt, die nahezu umöglich zu beantworten klingen mag, wurde durch die National Academy of Sciences in den USA einer künstlichen Intelligenz gestellt.

In diesem Zusammenhang wurde maschinelles Lernen (Machine Learning) verwendet, um die Frage, die wir Menschen vermutlich nie korrekt hätten beantworten können, weniger abstrakt und besser greifbar zu machen. Die erwähnten Machine Learning Algorithmen haben im Rahmen der Studie große Datenmengen von über 11.000 Paaren aus 43 Studien analysiert, zusammengefasst und den dort tätigen Forschern einige interessante Einblicke in menschliche Beziehungen gegeben.

Hierbei haben die Forscher insbesondere auf Faktoren geachtet, welche die Zufriedenheit in einer Beziehung sicherstellen könnten. Aufgefallen ist, dass Faktoren, wie beispielsweise die politische Orientierung, das gegenseitige Verständnis und die Familiengeschichte abhängig vom Individuum sind. Dahingegen zählen Qualitäten, wie beispielsweise Wertschätzung und die Einschätzung davon, wie sehr der Partner sich in die Beziehung einbringt zu Gegebenheiten, welche die Beziehungen ausmachen.

Den Forschern ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, dass diese beziehungsspezifischen Parameter einen größeren Einfluss auf die Zufriedenheit in der Beziehung ausgeübt haben. Die fünf Faktoren, die hierbei laut den Forschern den größten Einfluss ausüben, sind die Einschätzung, wie sehr der Partner an die Beziehung glaubt, wie viel Wertschätzung der Partner gegenüber einem selbst an den Tag legt, ob der Partner an der Zufriedenheit von einem selbst in der Beziehung interessiert ist, die allgemeine sexuelle Zufriedenheit und die Verhinderung von Streit durch offene Kommunikation.

Nichtsdestotrotz ist durch das Machine Learning auch aufgefallen, dass individuelle Faktoren ebenfalls einen relevanten, aber zweitrangigen Einfluss auf die Zufriedenheit in einer Beziehung ausüben. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass 45% einer Beziehung durch die genannten und weitere Beziehungsfaktoren ausgemacht werden. Mit 21% spielen die individuellen Eigenschaften zwar auch eine Rolle, sind aber nicht einmal halb so wichtig, wie die gemeinsamen Qualitäten in der Beziehung.

Machine Learning
Die Autoren betonen, dass durch den Fokus auf die Qualitäten der Beziehung selbst schwerwiegend negative, individuelle Faktoren wie Depressionen, Zwänge und Bindungsängste überwunden werden können. In einer Beziehung spielen vielmehr die sexuelle Zufriedenheit, das Zeigen von Zuneigung und Interesse und die konstruktive Konfliktlösung eine entscheidende Rolle.

Kurz ausgedrückt bedeutet das vor allem, dass es in einer Beziehung darauf ankommt, was man zusammen ist. Das Individuum als Einzelnes spielt eine untergeordnete Rolle und das Ganze ist eben doch wieder mehr als die Summe der Dinge. Aufgrund dessen lohnt es sich mit seinem Partner einen stetigen und konstruktiven Austausch anzustreben und sich Zeit füreinander zu nehmen, um möglicherweise vorhandene Differenzen gemeinsam überwinden zu können.

Es scheint, als ob das Machine Learning eine einfache Formulierung dafür gefunden hat, was eine besondere Beziehung ausmacht. Trotz allem ist es, wie wir alle wissen, in der Liebe meist einfacher gesagt als getan, weshalb es insbesondere beim Zwischenmenschlichen stets spannend und lehrreich bleiben wird. Vielleicht kann uns das Machine Learning im weiteren Verlauf seiner Entwicklung noch mehr hilfreiche Tipps geben, wie wir die einzelnen, genannten Faktoren in einer Beziehung forcieren und vor allem gemeinsam kultivieren können. Falls nicht, haben wir natürlich nach wie vor die Möglichkeit immer wieder die Liebe durch die Geschichten und Dramen berühmter Autoren zu erkunden, um vielleicht hierbei mehr für unser Leben lernen zu können.

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