Karstadt hat in den letzten Jahren immer wieder eher für negative Schlagzeilen gesorgt. Es ging um Restrukturierungen, mögliche Schließungen und letztlich auch um Kündigungen. Vor drei Monaten kaufte man dann dress-for-less.de und bewahrte das einstige Vorzeige Online-Unternehmen vor der Zahlungsunfähigkeit. Nun greift die Karstadt-Mutter Signa Retail nach dem nächsten Online-Angebot. fahrrad.de soll man gekauft haben – sofern das Kartellamt der Übernahme zustimmen wird. Insgesamt wird Signa Retail die Die Internetstores Holding übernehmen, die neben fahrrad.de unter anderem auch Bikester, Addnature, Campz und Brügelmann betreiben.
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Signa Retail holt sich mehr Online-Kompetenz

Der Weg ist klar. Signa Retail würde fahrlässig handeln, wenn man den Blick nicht auch in den E-Commerce werfen würde. Die jahrelange Erfahrung und Expertise von Internetstores wird bei der Digitalen Transformation und Ausrichtung sicherlich helfen können.
Sinnvolle Ergänzung des Portfolios
Für Signa Retail ein durchaus schlauer Weg. Nicht nur, was die Online-Expertise angeht, sondern durch die unterschiedlichen Bereiche, in denen Internetstores Shop betreibt (Fahrräder, Outdoor) kann man entweder das eigene Segment bei Karstadt Sports erweitern oder aber Kompetenzen zumindest bündeln, sodass gegenseitige Effektive zu einem effizienteren Geschäft führen könnten. Gleichzeitig wird wohl das Multichannel-Geschäft weiter ausgebaut, bei dem sich ja die meisten „Offline-Händler“ zu Anfang recht schwer getan haben und man durch die Bündelung der Kompetenzen vielleicht innovative Wege beschreiten kann.
Gründer und Management-Team bleiben
Zunäcjst einmal wurde bekannt, dass Signa Retail 84 Prozent an der Internetstores Holding übernommen hat bzw. vorbehaltlich der Kartellzusage übernehmen wird. Die Geschäftsführung soll übernommen werden, Gründer René Marius Köhler wird als Beiratsvorsitzender ebenfalls dem Unternehmen verbunden bleiben. Verbunden bleiben wird er dem Unternehmen auch in der Form, dass er zusammen mit der Geschäftsleitung auch noch die übrigen 14 Prozent am Unternehmen halten wird. Internetstores beschäftigt rund 400 Mitarbeiter an drei Standorten und wurde vor 13 Jahren von René Marius Köhler gegründet.