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Werbung: Warum hat Youtube so lange gebraucht?

Werbung: Warum hat Youtube so lange gebraucht?
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Das Online-Werbung funktioniert und Bewegtbild-Werbung ist längst nicht mehr aus dem Marketing-Mix vieler Unternehmer wegzudenken. Bereits seit den ersten Anfängen von Bewegtbildwerbung im Internet keimen immer wieder Diskussionen auf, wie ineffizient Werbespots sind, die 30 Sekunden laufen.

Damals war es die Industrie selbst, die es sich sehr einfach gemacht hat und vorhandene TV-Spots einfach ein zu eins für das Internet praktisch zweitverwertet hat.

In 2017 sollte das eigentlich längst Geschichte sein und klar sein, dass Videospots für das Internet eigentlich nicht länger als 20 Sekunden sein sollten – eher noch kürzer. Kaum vorstellbar, dass im Jahr 2017 immer wieder Werbespots im Netz 20 Sekunden oder länger andauern.

Danke Youtube – bitte nachmachen – liebe Werbekunden!

YouTube hat nun reagiert und hat mit den “Bumper Ads” nicht nur ein neues Werbeformat vorgestellt, welches speziell für mobile Geräte entwickelt wurde. Bumper Ads laufen sechs Sekunden und können in dieser Zeit nicht unterbrochen werden. Die Zukunft ist mobile und scheinbar musste das mobile Internet erst erwachen werden, bevor Plattformen und hoffentlich auch Werbekunden verstehen, dass lange Werbesports nicht unbedingt besser performen.

Einer der ersten Kunden für dieses neue Format ist jedenfalls Audi, die mit ihrem Spot das neue Werebformat testen.

Nicht-überspringbare 30-Sekunden Werbung wird abgestellt

Youtube reagiert zumindest und hat nicht nur mit den “Bumper Ads” ein neues Format geschaffen, welches sich den neuen Gegebenheiten anpasst. Mobil wird immer wichtiger und hier tickt die Welt anders.

Daher wird Youtube ab 2018 die die nicht-überspringbare 30-Sekunden Werbung nicht mehr anbieten. Zum Glück muss man in dem Fall sagen und hoffen, dass weitere Publisher nachziehen. Es steht einfach nicht im Verhältnis, wenn ein Videobeitrag nur wenige Minuten andauert und man zuvor “gezwungen” wird, einen 30-Sekünder, wie man es aus dem TV kennt, anzuschauen. Selbst wenn die Videos ein paar Minuten länger andauern, stimmt das Verhältnis nicht und die Performance ist nicht besser – im Gegenteil, sehr häufig ist es so, das Nutzer frühzeitig den Werbespot und somit den Videobeitrag abbrechen. Die Sehdauer ist niedrig und somit meist kontraproduktiv. Publisher sollte sich also sehr gut überlegen, ob sie solche langen Werbespots überhaupt auf ihrem Content zulassen. Mit den 6-Sekündern oder aber den anderen Werbeformaten wird man als Werbetreibender hoffentlich effizienter agieren können. Youtube selbst sollte ebenfalls davon profitieren. Wenn Werbung effizienter wird, sollten sich auch die Einnahmen positiv entwickeln.

Warten wir ab, wohin die Reise weitergehen wird und dann Werbetreibende, deren Agenturen und Publisher endlich verstehen, dass lange Werbespots nicht gleich auch erfolgreicher und effizienter sind.

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