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Wo bleiben die Innovationen im E-Commerce?

Wo bleiben die Innovationen im E-Commerce?
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Der Wettbewerb im E-Commerce wird immer größer. Daher ist es für Online-Händler immer wichtiger, sich von seinem Wettbewerbern zu differenzieren. Grundsätzlich sollten im E-Commerce vier Bereiche berücksichtigt werden, in denen man sich als Online-Händler bewegen kann, vielleicht sogar sollte. Dabei muss man nicht in allen Bereichen stets präsent sein, sondern kann beispielsweise durch punktuelle Aktionen (z.B. im Liveshopping), attraktive Angebote präsentieren und aufmerksam machen. Germanwings hat hier als einer der ersten sehr früh angefangen und günstige Tickets mit gewissen Kontingenten verkauft. Wieso also nicht einfach mal die Social Media Kanäle nutzen und auf entsprechends Events hinweisen?

Auch wenn in diesem Jahr mit einem geschätzten Umsatzvolumen von 25 Milliarden Euro im Online-Handel wieder mit neuen Rekordwerten gerechnet werden darf, ist nicht alles gold was glänzt. Das Potenzial im E-Commerce in Deutschland ist enorm. Die großen Konzerne wagen zum Teil nur sehr langsam den konsequenten Schritt ins Online-Business und Multichannel ist vielerorts nur ein Schlagwort und wir nicht intensiv und richtig gelebt.

Die interaktiven Möglichkeiten im Internet sind enorm. Anders als im TV kann der Konsument auf verschiedene Art und Weise und über verschiedene Kanäleentsprechend einbezogen werden. So ist es nur schwer nachvollziehbar, wieso vielen Konsumenten das Einkaufserlebnis im Netz fehlt. Der Grund ist hausgemacht. Klar ist es einfach, sich einer bestehenden Produkt- und Bilddatenbank zu bedienen und die Daten so einfach in den Shop zu implementieren. Es gibt Beispiele, die zigen, wie erfolgreich eine individuelle Herangehensweise sein kann.

Beispiel für eine interaktive Shopping Show

Bereits über 1.000 Episoden einer Wine-Show unter winelabrary.com. Seit 2006 gibt es das Format bereits und mittlerweile hat sich das Format längst etabliert. Verkaufsshows im TV machen es uns doch vor und generieren gute Umsätze. Ähnlich kultige Sendungen im Online-Bereich sind bei uns in Deutschland Mangelware. 1-2-3.tv versucht sich in diesem Segment und zeigt zumindest die Live-Beiträge aus dem TV auf der eigenen Internet-Seite. Sicherlich auch nicht optimal, da einfach zwei unterschiedliche Medientypen – aber immerhin ein Anfang. Die Produktion – es muss ja nicht live sein – von kleinen, netten und interaktiven Videoshows ist nicht teuer. Auch muss man nicht den Ehrgeiz besitzen, für seine gesamte Produktpalette ein Videokonzept zu entwickeln. Das Verkaufserlebnis zählt, neben den vielen anderen wichtigen Dingen wie Usability, Funktionalität, Service, etc. Vielleicht fehlt es den meisten Verantwotlichen im E-Commerce einfach an einer Vision, Konzepten, Know How, Mut, Konsequenz oder Durchhaltevermögen? Der Kollege, der die Wein-Episode entwickelt, hat jedenfalls Erfolg und zeigt, dass es nicht immer bis ins kleinste Detail alles perfekt sein muss.

Das Wein-Beispiel zeigt, dass man sich im Internet auch heutzutage sehr wohl noch von seinen Wettbewerbern differenzieren kann. Es muss nicht immer der gleiche Artikeltext oder das gleiche Bild sein. Es kann auch ein uniquer, vielleicht sogar noch besser verständlicher und ausführlicher Artikeltext sein, der Google sowieso viel besser gefällt und dafür Sorge trägt, dass ich in der Deutschen Lieblingssuchmaschine im Ranking besser platziert werde als beispielsweise mein Wettbewerb. Ideen und Ansätze gibt es genug. So könnten größere und schöner inszenierte Produktfotos verwendet werden. Auch 360 Grad-Ansichten sind denkbar, oder aber einfach Videos.

Burberry verkauft Luxusartikel und bietet großflächige Produktfotos, wo der Nutzer auch sehr genau die Details sehen kann. Individuelle Aufnahmen können – sofern gut umgesetzt – auch für ein besseres Kauferlebnis sorgen. Insbesondere dann, wenn Bilder zu den jeweils vorhandenen Farbvariationen vorhanden sind und nicht nur ein universelles Bild für alle weiteren Varianten genutzt wird.

Auch das Thema F-Commerce oder Augmented Reality ist ein Hype-Thema und bisher haben nur wenige Unternehmen ihren Blick dorthin gerichtet. Zugegeben, Facebook & Co. ist aktuell noch nicht DIE Verkaufsplattform. Dennoch lohnt die Erfahrung sich mit diesen Medien auseinanderzusetzen und zu schauen, welche Erartungen meine Zielgruppe hat. Viele Produkte sind einfach substituierbar und es entscheidet das effizientere Markteing, der Brand, die richtige Kundenansprache beziehungsweise das Kauferlebnis oder eben innovative und pfiffige Konzepte über die man im Netz spricht.

Sicherlich könnte man noch viel mehr Beispiele aufführen. Die nachfolgende Infografik soll zumindest ansatzweise aufzeigen, wo, wie und mit welchen Maßnahmen man sich vom Wettbewerb differenziern kann und mittel- und langfristig weiter am Umsatz schrauben kann.

 

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Comments (1)

  • Kann ich nur bestäetigen. Sehe das bei meinem Arbeitgeber. Innovationen kosten sicherlich auch, aber es gibt nette Ideen, die mit wenig Aufwand umzusetzen sind.

    Das Beispiel mit dem Wein finde ich klasse.

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